Fort Eben Emael

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Das belgische Sperrfort Eben Emael an der belgisch-deutschen Grenze war als Abwehrstellung direkt am Albert Kanal gebaut. Das Fort war durch den Kanal mit den Steilwänden auf der einen und dem Panzergraben auf der anderen Seite begrenzt. Mit den insgesamt 17 Bunkern galt das Werk als das am stärksten befestige Werk Europas und allgemein als "uneinnehmbar".

Die Deutschen hatten das Werk durch Luftaufnahmen erkundigt und festgestellt, dass die Besatzung manchmal Fußball auf der Werksoberfläche spielte. Dadurch war ein Verminen der Werksoberfläche ausgeschlossen und die Deutschen begannen mit der Planung der Eroberung. Ein Angriff über Land schied aufgrund der geologischen Gegegenbenheiten aus und man entwickelte neue Lastensegler und neuartige Waffen um das Fort einzunehmen.

Der Angriff auf das belgische Sperrfort Eben-Emael am Albert Kanal durch die "Sturmabteilung Koch" wurde am 10.5.1940 gestartet und verlief durch den Einsatz von speziell entwickelten Hohlladungen innerhalb kürzester Zeit ab.

Die Fallschirmjäger saßen in den Lastensegler DFS 230 und wurden von Ju 52 im Schleppzug auf Angriffshöhe gebracht um dann zu ihren Einsatzorten gezogen zu werden. Die Lastensegler landeten lautlos auf der Werksoberfläche und die Fallschirmjäger setzten mit Hohlladungen sämtliche Panzerkuppeln ausser Gefecht. Danach sprengten sie mehrere Bunker auf um in das Werksinnere zu gelangen. Die Kampfbunker konnten unterirdisch versiegelt werden um Angreifern den Zutritt zum Werk zu verwehren. Auch hier kamen die Hohlladungen zum Einsatz, allerdings war die Detonation so gewaltig, dass auch das Treppenhaus einstürzte. Nach 48 Stunden wurde das Werk aufgegeben und die Deutschen hatten die Festung mit minimalen Verlusten eingenommen.

Heute ist das Werk in Teilen besichtigungsfähig, die Werksoberfläche ist ausgeschildert und über einen Rundwanderweg kommt man an allen Kampfblöcken vorbei. Die Folgen der Detonationen und Deformierungen sind heute noch an den Kuppeln und Bunkern zu sehen.

Im Inneren ist ein Museum eingerichtet, welches die Geschichte, Waffen und Hergänge dieses Tages nochmals verdeutlicht.

Webseite: http://www.fortissimus.be

 

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